Ooooh, was hab ich lange überlegt, wen ich auf diesen Platz setze. Schließlich bedeuten 5 Plätze bei Hunderttausenden von guten Spielen, dass etliche nicht genannt werden können. Schließlich konnte ich es aber nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass ein Spiel nicht in meiner Liste auftaucht: Portal.

Portal war für mich ein zutiefst erfrischendes Spieleerlebnis, in einer Zeit, in der ich mich mit einer Fortsetzung nach der anderen herumschlagen musste. Im Nachhinein eigentlich eine Schande, dass ich mir Portal nie gekauft hätte, wäre es nicht zusammen mit den anderen Spielen in der Orange-Box zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Killer geworden.
Für alle, die Portal noch nicht kennen: Portal ist eine Art Rätselspiel, bei dem man mit Hilfe der namensgebenden Portalkanone den Ausgang der verschiedenen Levels zu erreichen versucht. Dazu kann man jeweils 2 Portale öffnen, die man ohne Zeitverzögerung durchquert und die je nach Art und Weise des Betretens eine andere Wirkung haben ( „Speedy thing comes in, speedy thing comes out“ ). Portal macht dabei mit seiner exzellenten Atmosphäre, seinem schwarzen Humor und den herrlich intelligenten Rätseln schnell klar, dass es zur ersten Riege gehört.

Wie versprochen noch der in meinen Augen herausragendste Aspekt des Spiels: Portal ist ein Spiel, das ich eigentlich jedem empfehlem würde, der einen Computer zu Hause stehen hat. Mehr als allen möchte ich Portal aber den Neulingen unter den PC-Spielern ans Herz legen oder denen, die Videospielen bisher noch nichts abgewinnen konnten. Denn abgesehen von seiner allgemeinen Großartigkeit bietet Portal vor allem eine beispiellose Lernkurve, was Rätseldesign anbelangt. Kaum ein anderes Spiel ist so selbsterklärend und logisch aufgebaut. Auch die Killerspiele-Hetzer haben kaum etwas zu nörgeln, denn Portal kommt fast vollständig ohne Gewalt aus. Wer also jemanden für Videospiele begeistern möchte, ohne Gefahr ihn durch übertriebene Gewalt abzuschrecken, dem sei Portal wärmstens empfohlen.

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Leading Innovation

3. Mai 2009

Meinen ersten „richtigen“ Post möchte ich dafür nutzen, euch ein in meinen Augen besonders interessantes Spiel vorzustellen: Braid. Während einige Xbox-Besitzer unter euch möglicherweise schon in den Genuss dieser Perle gekommen sind, können sich seit Kurzem auch PC-Spieler an diesem Ausnahme-Spiel erfreuen. Um das Spiel kurz zu erklären: Braid wirkt anfangs wie ein von Super Mario inspiriertes Jump & Run mit der dafür typischen 2D-Ansicht. Aber jetzt wirds spannend:  Nach und nach werden im Spiel Möglichkeiten hinzugefügt, die Zeit zu manipulieren. So läuft die Zeit zB. anders ab, je nachdem in welche Richtung sich der Held bewegt oder der eigene Schatten führt die zuletzt begangenen Aktionen nochmals aus. Mithilfe dieser Manipulationen muss man im Spiel mehrere Rätsel lösen, die durchweg mit Logik, Kreativität und Liebe zum Detail glänzen.

Eigentlich würde ich jetzt noch damit anfangen, das Spiel müsse man schon allein deshalb kaufen, da es wie World of Goo (ebenfalls großartig) von einem armen Independent-Entwickler stammt und es eine Schande wäre, würde dieser für seine innovativen Ideen mit der Insolvenz gestraft, aber Braid verdient definitiv kein Mitleid, es ist einfach nur großartig und sollte genau deshalb auch gekauft werden!

Dieser Trailer alleine könnte suggerieren, dass ein hirnloses Haudrauf-Game auf uns zu kommt. Dem ist aber bei Weitem nicht so! Denn diese Action ist nur das Sahnehäubchen eines der besten Franchise-Games der letzten Jahre.

Videolink (via play3)