Nach langer Zeit schreibe ich hier wieder mal etwas. Diesmal befasse ich mich mit dem Album von D-Bo, welches den Titel „die Lüge der Freiheit“ trägt. Es ist am Freitag den 19.6. rausgekommen und seit Samstag auf der Webseite von D-Bo als kostenlosen Download angeboten. Mit dieser Aktion möchte ich mich aber nicht weiter beschäftigen, da es dazu schon genug Diskussionen etc. auf verschiedenen Seiten gab.

Warum ich nun gerade dieses album vorstelle? Weil D-Bo es definitiv verdient hat gehört zu werden. Es ist das erste Album, das ich von ihm höre. Wahrscheinlich höre ich in die anderen auch mal rein. Da D-Bo bis vor noch nicht allzu langer Zeit noch bei Bushidos Label EGJ als Künstler aktiv war, hab ich mich nie mit ihm befasst, weil ich aus Prinzip eine Abneigung gegen dieses Label verspüre, was definitiv falsch war. Seine Musik hat so ziemlich gar nix mit dem zu tun was ich mir unter EGJ-Musik vorstelle. Aufmerksam auf ihn bin ich durch das Interview bei MRD geworden, bei dem Falk mit ihm schon fast Psychoanalyse betreibt. D-Bo kommt auf jeden Fall sehr Sympathisch und auch nachdenklich rüber, was mir persönlich sehr gefällt, weil ich in manchen Dingen sehr ähnlich bin. Jedenfalls wird hierdurch wieder mal bestätigt, dass Schubladendenken sich oft nicht bestätigt.

Nun aber zum Album. Es ist kein Meisterwerk wie viele euphorische Fans im D-Bo Forum verkünden, aber definitv ein gutes und interessantes Album. Bereits wie das Album aufgebaut ist, finde ich sehr genial. Es beschreibt einen Tag D-Bos, wen er rifft, was er macht und wie diese Dinge seine Stimmung, seine Gedanken und denentsprechend die Tracks beeinflussen. Deswegen gibt es nach jeden Track einen Skit, der den vorherigen mit einer neuen Situation verknüpft worauf dann der nächste Thematisch passende Song folgt. Angefangen mit der Nacht, wo ihn verschiedene Gedanken plagen, ein beschissener Morgen, Fitnessstudio, Therapie, Disko mit den Atzen, bis hin zum erneuten Alleinsein in der Nacht ist alles dabei. Durch diesen Aufbau werden alle Tracks und Themen nachvollziehbar und ebenfalls sehr persönlich. Viele Songs gefallen mir recht gut, flashen mich aber nicht extrem kann aber auch daran liegen, dass ich grade nicht in der Stimmung bin mir so viel deepes Zeug reinzuziehn, anderen gehts da sicherlich anders. Die beats, meist mit Elektrosound, gefallen mir alle recht gut, es gibt auch keinen, der mir extrem auf die Nerven geht, sodass ich dadurch ein Lied nicht hören könnte, was auch ein wichtiger positiver Aspekt ist.

Alles in allem ist  „Die Lüge der Freiheit“ ein gutes Album. Es gibt ein paar Tracks welche wirklich sehr gut sind („Deswegen“ ist mein Favorit auf dem Ding), manche sind aber auch nur mittelmäßig. Jedenfalls sollte sich jeder die Zeit nehmen das Ding auf der D-Bo Seite zu Laden und einmal anzuhören. D-Bo hat es verdient.

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